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Aufgrund vieler kleinerer und größerer Brände in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden zwei Jenbacher Gemeinderäte im Dezember 1873 mit dem Ankauf einer Feuerspritze und der "Konsturierung der Gemeindefeuerwehr" beauftragt.

Nach öffentlichen Aufruf an die männliche Jenbacher Bevölkerung, sich im Dienst der Allgemeinheit zu stellen, versammelten sich zu einer für den 1. März 1874 einberufenen Versammlung 56 Freiwillige. Es wurden einheitliche Monturen, bestehend aus einer Lederjoppe mit grüner Einfassung und eine Art französischer Ledermütze angeschafft.

 

Weiters wurde eine Metzische Abprotzspritze in Absam gekauft. Am Ostersonntag 1874 fand in festlicher Weise die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Jenbach statt, wobei die Wehren von Innsbruck, Hall, Rattenberg und die Kufsteiner Feuerwehrmusik vertreten waren. 

 

Am 3. Mai 1874 fand die erste Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr Jenbach statt, bei der die Neuwahl eines "beratenen Komitees" beschlossen wurde. Des weiteren wurde Franz Marksteiner zum 1. Oberkommandanten gewählt. Seit damals ist einige Zeit vergangen, und es wurden von der Jenbacher Wehr zahlreiche Einsätze bewältigt. Aufgrund der geographischen Lage im Zentrum des Bezirkes Schwaz und der Infrastruktur von Jenbach waren und sind die Einsätze sehr vielfältig und reichen von Brandeinsätzen, Abwenden von Hochwasser- und Umweltgefahren, Personenbergung nach Unfällen bis hin zu Einsätzen mit gefährlichen Stoffen.

 

Die Jenbacher Wehr erfreut sich seit Ende 1991 eines neuen modernst ausgestatteten Gerätehauses, das im ganzen Land als Vorzeigeobjekt bekannt ist. Das Haus verfügt über eine vollautomatische Schlauchpflegeanlage, eine Fahrzeughalle mit neun Stellplätzen, einen Schulungsraum, Funk- und Atemschutzwerkstätten diverse Lagerräume und einer Atemschutzübungsstrecke die im Dachboden untergebracht ist.

Seit der Stationierung des Gefahrengutfahrzeuges weitete sich das Einsatzgebiet auf den ganzen Bezirk aus. Bei ca. 140 Einsätzen jährlich muss Ausbildung und Übung großgeschrieben werden. Im Dachboden des Gerätehauses wurde in Eigenleistung eine Atemschutzübungsstrecke eingerichtet, die von allen Feuerwehren des Bezirkes Schwaz benützt wird. Weiters wird in Jenbach ein Teil des Bezirksgrundlehrganges abgehalten. Ein Schwerpunkt in der Ausbildung bilden dabei Einsätze mit gefährlichen Stoffen, wobei man neben Schulungen im eigenen Haus, auch auf das vielfältige Kursangebot der Landesfeuerwehrschule zurückgreifen kann.